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Georgien Ushguli Eingang

Endlos Kurbeln im Kaukasus

853 km

12870 m

21 days

8/8/2024

Gepackt mit atemberaubender Natur, offenen und freundlichen Menschen und wunderbarem Essen, bietet Georgien einiges zu entdecken! Im Sommer hatten mein Kumpel und ich die Möglichkeit dieses diverse Land in seinen vielen Facetten auf unserer Bikepackingreise zu erleben.

Ankunft in Georgien: Ein Abenteuer beginnt

Unsere Ankunft in Georgien war – sagen wir mal – turbulent. Mit leichter Verspätung und einem Hauch von Nervosität stiegen wir aus dem Flugzeug. Zum Glück waren unsere Fahrräder unversehrt, allerdings dauerte der Aufbau doch länger als erwartet und es wurde bereits hell. Damit konnte das Abenteuer beginnen. Doch kaum hatten wir die ersten Kilometer zurückgelegt, wurden wir von einer Gruppe Hunde verfolgt. Hinter uns schossen Sie aus verschiedenen Ecken. Was für ein Empfang! Nach ein paar schnellen Pedaltritten und nachdem wir uns versichert hatten, dass keine Hunde hinter uns waren, schlugen wir unsere Zelte auf und versuchten, etwas Schlaf nachzuholen.

Georgien Ankommen

Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Senaki. Es dauerte keine Stunde, bis wir alle möglichen Fahrzeuge und Fahrstile gesehen hatten: Lastwagen russischer Bauart, Autos, bei denen die Hälfte fehlte, und Überholmanöver, bei denen uns der Atem stockte. Zwei Spuren auf der Straße? Für die Georgier offenbar eine Einladung, mindestens vier Fahrzeuge nebeneinander zu platzieren. In Deutschland unvorstellbar, in Georgien scheint es jedoch zu funktionieren. Die deutschen Aufschriften auf der Seite ließen uns die Herkunft der Fahrzeuge vermuten.

Georgien Autowelt
Georgien Autos

Nach einer Stunde auf der staubigen Straße erreichten wir Senaki. Hier durften wir zum ersten Mal die georgische Gastfreundschaft erleben. Eine Familie mit deutschem Kennzeichen hielt, stieg aus und tauschte kurzerhand Nummern mit uns aus. Sie luden direkt zu sich nach Hause ein, worüber wir nachdachten. Allerdings gab es ein Missverständnis, wo genau sich dieses Haus eigentlich befindet. Wir bedankten uns für das Angebot. Gleichzeitig hielt ein Streifenwagen direkt hinter uns. Panik? Nein, ganz im Gegenteil. Die Beamten wollten nichts anmerken, sondern uns helfen! Mit ihrer Unterstützung fanden wir ein kleines Restaurant, in dem wir unser erstes Khachapuri probierten – dieses „Käseschiffchen“ wurde schnell zu unserem Lieblingsessen und begleitete uns von diesem Moment an fast täglich.

Georgien Khachapuri

Nach einer herzhaften Mahlzeit (und einem Kälteschock im klimatisierten Lokal) waren wir gestärkt für den nächsten Abschnitt. Kurz darauf war unser Freund von der Polizei wieder da. Ein Shuttle wurde Ihnen nicht erlaubt, jedoch wollten sie uns dennoch helfen. Mit eingeschaltetem Blaulicht eskortierten sie uns sicher aus der Stadt. Nach einiger Zeit bei fast 40 Grad auf der Landstraße suchten wir uns schließlich einen ruhigen Platz für die Nacht. Letztes Hindernis für den Tag: Das Überqueren eines Flusses mithilfe einer verrosteten Brücke für Züge. Die anderen Schwimmer versicherten uns aber: Das ist hier völlig normal. Mit vielen Eindrücken vom ersten Tag und vermutlich etwas zu viel Hitze im Kopf, legten wir uns nach Essen und einer kurzen Baderunde schlafen.

Georgische Gastfreundschaft: Ein Zwischenstopp in Zugdidi

Nachdem uns Polizisten sagten, wir sollen doch bitte unsere Zelte abbauen und uns ein Hund kurzerhand unser Frühstück klaute, ging es weiter. Der Weg durch das georgische Hinterland forderte uns einiges ab. Die Wege waren steil, die Sonne brannte gnadenlos, und unser Energielevel sank mit jedem Höhenmeter. Doch das Abenteuer trieb uns weiter. In Zugdidi bereiteten wir uns auf die nächste Etappe vor: Einkäufe erledigen, Vorräte aufstocken und dringend eine neue Gaskartusche organisieren. Zunächst versuchten wir unser Glück in ein paar lokalen Läden, doch keiner hatte, was wir suchten. Also führte uns unser Weg zum städtischen Basar in Zugdidi – ein Labyrinth aus Ständen, Stimmengewirr und vielen Waren links und rechts. Während ich unser Gepäck und die Fahrräder im Auge behielt, verschwand mein Freund irgendwo zwischen den Ständen, fest entschlossen, die ersehnte Gaskartusche zu finden. Ich fand mich in einer Seitengasse wieder, als plötzlich jemand auf mich zukam. Ein Mann drückte mir kurzerhand sein Handy in die Hand – Videotelefonie war aktiviert. Am anderen Ende der Leitung war seine Mutter, die offenbar seit einigen Jahren in Deutschland lebt und jetzt als Dolmetscherin fungierte. Schnell stellte sich heraus, dass ihr Sohn Papuna und dessen Bruder uns helfen wollten. Zwar mussten die beiden heute arbeiten, doch das hinderte sie nicht daran, uns spontan in ihr Haus einzuladen. Wenig später tauchte mein Freund triumphierend wieder auf – mit einer Gaskartusche in der Hand. Er wunderte sich, wieso ich ihn vorhin weggedrückt hatte. Doch das war schnell vergessen, als Papuna uns großzügig mit frischem Brot und saftigen Pflaumen beschenkte. Herzlichkeit, die uns entgegengebracht wurde. Diese spontane Hilfsbereitschaft, dieses echte Interesse daran, uns zu unterstützen, war etwas, das wir so noch nicht erlebt hatten. Mit unseren neu gewonnenen Vorräten und einem warmen Gefühl der Dankbarkeit machten wir uns auf den Weg Richtung Berge – gespannt, welche Überraschungen Georgien noch für uns bereithalten würde.

Aufwärts

Als wir den Bergen näher kamen, wurde das Wetter zunehmend unfreundlicher. Dunkle Wolken zogen auf, und schon bald setzte der erste Regen ein. Dies sollte zum Glück nur für die erste Nacht sein. Wir ließen uns unsere Euphorie deswegen nicht nehmen. Der Weg führte uns vorbei an alten, sowjetischen Relikten. Verlassene Gebäude erzählten eine Geschichte aus vergangener Zeit. Ebenso begleiteten uns immer mehr russische Kamaz der Einwohner auf unserem Weg.

Georgien Erste Spuren
Georgien Aufwärts
Georgien Weiter aufwärts

Mit den ersten ernsthaften Steigungen tauchten auch die charakteristischen Wachtürme auf, welche sehr typisch für diese Region sind. Damit begann der echte Kraftakt: Vier Tage, die fast ausschließlich aus Anstieg bestanden. Unsere Beine brannten, aber die Aussicht auf ein frisch gebackenes Khachapuri oder eine kühle Pepsi aus einem kleinen Laden hielten uns bei Laune. Mit jedem Meter, den wir tiefer in die Berge vordrangen, eröffnete sich eine immer beeindruckendere Kulisse. Hinter jeder Ecke ein neues Highlight: Ein neuer Gipfel, eine Kuh oder ein treuer Straßenhund, der uns vor den gefährlichen Kühen „beschützte“.

Georgien weiterer Zeltplatz

Mestia

Nach und nach gewannen wir an Höhe, der Anstieg schien kein Ende zu nehmen. Immer wieder sahen wir Autos und Mashrutkas an uns vorbeiziehen, die sich die Straße hinaufschlängelten. Wo diese alle hinfuhren, fragten wir uns – bis wir schließlich selbst in Mestia ankamen. Die Stadt fühlte sich wie eine andere Welt an. Nach Tagen, in denen wir durch kleine Dörfer mit einfachen Häusern gefahren waren, wirkte Mestia fast surreal. Viele Gebäude waren neu und modern, und die Stadt war voller Leben. Trotz der ungewohnten Szenerie war uns eines sofort klar: Ein Khachapuri musste her. Doch damit war der Tag noch nicht zu Ende. Unser Ziel lag noch ein gutes Stück weiter.

Georgien Mestia Natur

Wie sich herausstellte, bedeutete das noch mehr Pedalieren. Am Ende fanden wir uns sogar auf einer Skipiste wieder, die wir hochschoben. Halb erfroren und völlig ausgelaugt erreichten wir schließlich den Platz. Ohne lange zu überlegen, krochen wir in unsere Zelte und ließen den Tag hinter uns, um am nächsten Tag mit glasklarem Wetter und einer Aussicht begrüßt zu werden.

Georgien Aussicht Mestia

Die Morgenstimmung wurde allerdings von einer Tatsache etwas getrübt. Eine Speiche an meinem Hinterrad hatte sich gelöst. Was zunächst wie eine Kleinigkeit aussah, sollte sich in den kommenden Tagen noch als ein echtes Problem entpuppen. Doch in diesem Augenblick ließen wir uns davon nicht die Laune verderben. Mit Kabelbindern fixiert ging es weiter.

Ushguli

Nach Tagen voller Anstrengung und endlosem Kurbeln war es dann doch endlich so weit: Das Ende war in Sicht. Mit jedem Meter, den wir Ushguli näherkamen, änderte sich die Atmosphäre spürbar. Wir wurden von wohlen Sonnenstrahlen begrüßt. Ushguli, das als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet ist, wirkte wie eine kleine Zeitreise. Im Ort wimmelte es nur von den vielen kleinen Türmchen. Selbst unsere Fahrräder fanden ein nettes Plätzchen in einem Turm neben dem einfachen Gasthaus bzw. Haus einer Familie. Am Abend wurden wir mit einem klassischen georgischen Abendessen verwöhnt, wobei der obligatorische Gurken- und Tomatensalat nicht fehlen durfte. 

Georgien Ushguli Eingang

Am nächsten Tag wollten wir die Region etwas auf uns wirken lassen. Statt die Füße hochzulegen, entschieden wir uns für eine Wanderung – und zwar nicht irgendeine, sondern eine 20 Kilometer lange Tour zu einem beeindruckenden Gletscher. Nicht wirklich ein Pausetag, allerdings hat es sich sehr gelohnt!

Georgien Ushguli Gletscher

Der Abend brachte eine überraschend bunte Mischung an Reisenden zusammen: Neben uns saßen ein deutsch-russisches Paar und eine Japanerin am Tisch. Gemeinsam stießen wir mit Chacha – dem georgischen Selbstgebrannten – an und tauschten Reisegeschichten aus. Wir genossen die gute Stimmung und ließen den Abend ausklingen.

Endlich oben. Oder doch nicht?

Nach unserem „Pausentag“ war es Zeit, die Reise fortzusetzen. Die Passhöhe lag nur wenige Kilometer entfernt, und das Ziel fühlte sich greifbar nah an. Die letzten Meter wurden wir sogar von Bauarbeitern angefeuert, die uns mit einem Lächeln und lautem Zurufen Mut machten.

Georgien Bagger

Doch kaum war die Freude über den erreichten Pass da, meldete sich mein Hinterrad mit Problemen zurück. Die lose Speiche durchlöcherte mein Felgenband und machte mein Tubless-Rad unbrauchbar. Auch der Ersatzschlauch wollte nicht so ganz. Manchmal scheint es jedoch, als hätte die Welt genau im richtigen Moment eine Lösung parat. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich sechs andere Radreisende um mich herum, die allesamt halfen, meinen Reifen wieder in Schuss zu bringen. Was für ein Zufall, dass genau zu diesem Zeitpunkt, an genau diesem Tag sich hier Radreisende versammeln. Mit vereinten Kräften und einem Ersatzschlauch eines netten Spaniers konnten wir dann doch weiterfahren. Es war zwar nicht perfekt – das Rad eierte merklich – aber es rollte.

Die Abfahrt – wohlverdient

Nun war die wohlverdiente Abfahrt gekommen. Es war fast schon schade, dass wir nun doch schon wieder die Abfahrt antreten würden. Wir genossen die Abfahrt, ich mit etwas Vorsicht wegen meines immer noch angeschlagenen Hinterrads.

Georgien Julius Solo

Nach einigen Tiefenmetern wurde es schlagartig wärmer. Im Tal folgten wir dem Zcheniszqali. Dieses Tal war fast noch schöner als das der Auffahrt. Das Wetter war sonnig, weniger Verkehr und alles doch noch etwas kleiner. Wir konnten diesen Abend sehr genießen. Schon bald mussten wir wieder unser Lager aufschlagen, da die Reparaturen doch etwas Zeit in Anspruch genommen haben. Wir nutzten die Gelegenheit, um uns in einem Zufluss im eiskalten Wasser etwas zu erfrischen. Nach einer angenehmen Nacht ging es weiter Richtung Tsageri.

Georgien Abfahrt Swanetien
Georgien Sonniger Abend

Nahtoderlebnis am Straßenrand

Es war einer dieser Tage, an denen die Energie nicht so recht mitspielen wollte. Ich fühlte mich schlapp und machte deswegen öfter Pausen als sonst. Damit wir unser Wasser nachfüllen konnten, hielten wir an einer kleinen Ausbuchtung am Straßenrand neben einer kleinen Quelle. Autos kamen und gingen. Doch dann passierte etwas, wie aus einem schlechten Film. Plötzlich raste ein Auto mit mindestens 30 km/h direkt auf mich zu. Es ging alles so schnell, dass ich kaum reagieren konnte. Im letzten Moment schlug der Fahrer die Lenkung ein und trat auf die Bremse, weniger als ein Meter entfernt von mir. Mein Freund, der auf der Mauer saß, musste sogar seine Füße hochziehen, um nicht getroffen zu werden. Aus dem Auto stieg ein sichtlich betrunkener Georgier, der uns mit einem lauten „Fuck Youu“ begrüßte, bevor er seelenruhig neben uns Wasser ließ. Noch immer unter Schock konnten wir kaum glauben, was da gerade passiert war. Er brabbelte ein wenig unverständlichen Unsinn, stieg dann wieder ein und setzte seine Fahrt fort – so, als sei nichts gewesen. Wir blieben wie erstarrt sitzen, unfähig, das Geschehene sofort zu verarbeiten. Ironischerweise war es nicht der chaotische Straßenverkehr, der uns fast zum Verhängnis wurde, sondern eine Pause am Straßenrand. Dieses Erlebnis ließ uns so schnell nicht los, doch wir waren uns einig: Wir hatten unverschämtes Glück gehabt, aus dieser Situation unversehrt herauszukommen.  Etwas geschockt fuhren wir weiter und ließen das schöne Tal noch etwas auf uns wirken. Nach einiger Zeit fanden wir am rechten Talrand einen schönen Zeltplatz mit Wasserfall und verlassenem Gebäude. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen, uns kurz zu erfrischen.

Georgien Zeltplatz Wald

Am nächsten Morgen setzen wir unsere Reise fort. Das Tal öffnete sich langsam, und wir kamen in den flachen Mittelteil Georgiens. Die Landschaft wechselte fast abrupt, und vor uns breitete sich eine weite Ebene aus. Doch unser Blick wanderte schon weiter – am Horizont zeichneten sich die nächsten Berge ab. Auf dem Weg nach Kutaisi legten wir einen spannenden Zwischenstopp in Tskaltubo ein. Dort gab es viele Hotels und riesige Parks. Es war bzw. ist ein großes Kurgebiet aus der sowjetischen Zeit. Teils verfallen, teils sehr prestigeträchtig. Nun trennte uns nur noch eine gefühlt ewig lange Straßenetappe von unserem Zwischenziel Kutaissi. Dort angekommen gingen wir erstmal gut essen. Gesättigt durch Khachapuri und Khinkali ließen wir den Tag gut sein.

Kutaisi – Zwischenpause

Nach den letzten intensiven Tagen war es Zeit für eine Pause – und Kutaissi bot den perfekten Ort dafür. Wir hatten uns für Teas Gasthaus entschieden, die zum Glück ein Zimmer frei hatte. Nun musste ich mich um mein Rad kümmern, welches schon die zweite Speiche verloren hatte. Nach den Google-Bewertungen ging es zu Zuras Fahrradladen.

Zuras Fahrradladen

Zura und seine Frau und sein Team, was für eine nette Gesellschaft. Als ich mit meinem Fahrrad ankam, war Zura selbst nicht da. Allerdings sprachen alle Englisch und kurzerhand war er am Telefon. Schnell war klar, dass sich mein Rad nicht retten ließ. (Nie wieder proprietäre Speichen- und Speichenaufnahmen auf Bikepackingreisen…) Nach kurzem Erklären der Situation hatte ich auch ein passendes Rad in der Hand. Hätte ich darauf bestanden, wäre es auch innerhalb einer halben Stunde eingebaut. Zwar habe ich insgesamt 100 € dafür ausgegeben. Jedoch war mir dies sehr recht. Allein, dass ich das Problem in 20 Min. lösen konnte und Zura am Telefon wusste, wo sich mein Ersatzteil befindet, beeindruckte mich. Am nächsten Tag war das Rad also fertig für die Weiterfahrt.

Nach einem »echten« Pausentag in Kutaisi fühlten wir uns bereit, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Der Süden Georgiens wartete auf uns, und wir waren gespannt, was die Region zu bieten hatte. Die ersten Kilometer gingen nur geradeaus, sodass wir ein gutes Stück Strecke zurücklegen konnten. Zum Abend hin befanden wir uns wieder umrungen von Bergen.

Zekari Pass

Der Anstieg in den Süden begann – und erneut war es die Hitze, die uns besonders zusetzte. Doch inzwischen hatten wir eine gewisse Routine entwickelt. Wir kamen zügig voran. Die Berge hier waren zwar weniger steil als im Norden, doch keineswegs zu unterschätzen. Später erreichten wir Sairme, einen kleinen Kurort mitten im Nichts. Hier stehen Mineralquellen und einige Hotels. Interessant war vor allem, wie viele Menschen sich hier tummelten – offenbar ist dieser Ort bei Einheimischen beliebt. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Fahrer, gönnten wir uns eine kleine Stärkung. Und wie sollte es anders sein – natürlich ein Khachapuri.

Wen man doch so alles im Wald trifft

Eigentlich hatten wir mit diesem Tag längst abgeschlossen. Nach einem weiteren anstrengenden Anstieg freuten wir uns nur noch auf ein warmes Bett und etwas Ruhe. Doch Georgien hatte andere Pläne für uns – und einmal mehr zeigte sich die berühmte georgische Gastfreundlichkeit. Unweit unseres Zeltplatzes entdeckten wir eine Wasserstelle, um unsere Flaschen aufzufüllen. Dort trafen wir auf drei ältere Herren, die es sich nicht nehmen ließen, meinen Freund mit einem Glas Wodka in ihre Runde einzuladen. Schnell hatte er gelernt, wie man hier richtig anstößt. Während wir noch lachten, näherte sich eine Gruppe Jugendlicher. Ohne viele Worte boten sie uns Wein an und bestanden darauf, mit uns anzustoßen. Zwei von ihnen hatten es dann auf unsere Fahrräder abgesehen – nicht um sie zu stehlen, wie wir kurz befürchteten, sondern um ein Rennen zu fahren. Es war beängstigend und faszinierend zugleich, sie auf unseren Rädern davonrasen zu sehen. Zum Glück kehrten sie nach ein paar Minuten lachend zurück. Nach einem weiteren Glas erklärten wir, dass wir nicht die Absicht hatten, uns vollständig zu betrinken – immerhin lag der nächste Reisetag vor uns und wir sollten wirklich noch etwas essen! So verabschiedeten sie sich und stiegen ins Auto. Fragwürdig, wie sie die Passstraße in diesem Moment noch befahren können, aber gut. 

Fellow Travelers

Am nächsten Tag trafen wir weiter aufwärts auf zwei Vans. Einen kannten wir bereits schon von unserer Nordschleife. Schnell stellten wir fest, dass es ebenfalls Deutsche sind und ließen uns prompt auf einen Kaffee einladen. Die richtige Entscheidung in diesem Moment. Kaum hatten wir Platz genommen, begann ein kurzer, aber heftiger Regenschauer. Wir tauschten Geschichten aus, lachten über die Erlebnisse der letzten Tage und spielten mit den (insgesamt 10!) Hunden der beiden. Am Gipfel des Anstiegs angekommen, wurden wir mit einem atemberaubenden Abend belohnt. Der Himmel erstrahlte in warmen Farben, die Luft war frisch, und der Blick auf die Berge ließ alle Strapazen der letzten Stunden vergessen. Doch was diesen Moment wirklich besonders machte, waren unsere treuen Begleiter – vor allem die kleine Lucia.

Georgien Strassenhund
Georgien Hundi
Georgien Zelte im Sonnenuntergang

Es dauerte nicht lang und wir waren adoptiert. Ihr treues Wesen war bewegend, und die traurige Tatsache, dass sie nur drei funktionierende Beine hatte, schien sie nicht davon abzuhalten, mit uns Schritt zu halten. Sogar in der Nacht fand sie schließlich ihren Platz bei meinem Freund im Vorzelt, wo sie sich eng zusammenrollte und friedlich schlief, trotz der Ereignisse, die noch kommen sollten.

Unwetter

Blitze zuckten über den Himmel, gefolgt von einem tiefen Donner, der einen doch ein wenig mulmig werden ließ. Zunächst waren wir zuversichtlich, dass das Gewitter an uns vorbeiziehen würde. Aber natürlich kam es anders – der Regen setzte ein, und wir fanden uns mitten in einer wilden Wetterlage wieder. Natürlich standen unsere Zelte mitten auf dem Gipfel. So mussten wir den warmen Schlafsack verlassen und nahen unsere Zelte mitsamt den Sachen und gingen bergab, mit Lucia, welche fröhlich um uns herum sprang. Gegen 3 Uhr nachts kam der nächste, starke Schauer. Der Regen prasselte auf das Zelt, und wir versuchten, ein bisschen Schlaf zu finden. Am Morgen war nichts zu sehen, und als wir die Zelte öffneten, war von dem Unwetter nichts mehr zu sehen. Am nächsten Morgen wurden wir von den Niederländern, die wir am Vortag getroffen hatten, zu einem Frühstück eingeladen. Sie standen dort mit einem riesigen LKW mit Campingauflieger. Es war ein gemütlicher Start in den Tag. Mit einer Tasse Kaffee tauschten wir noch ein paar Geschichten aus, bevor wir uns auf den Weg machten.

Wieder runter

Einige verstreute Hütten zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich, und ein kurzer Halt brachte uns in Kontakt mit einem freundlichen Anwohner. Er bot uns allerlei Dinge an, und wir entschieden uns, etwas Honig zu kaufen. Der Mann, ein ehemaliger Soldat, erzählte uns, dass er auch schon in Deutschland gewesen sei. Nach einem Austausch über Reisen und Erlebnisse fasste er alles in einem Satz zusammen: „Piwo (Bier) gut, Schnaps naaaahhhhh.“

Georgien Aussicht Nationalpark

Weiter ging die Fahrt, und wir tauchten ein in eine andere Klimazone – die Steppe. Das Land wurde weitläufiger, trockener und es wurde ebenfalls wieder heißer. Sollen wir vielleicht doch noch einen Abstecher über die Türkei machen? Aber als wir an den nächsten Pass dachten, der uns bevorstand, war die Motivation plötzlich nicht mehr ganz so stark. Das heben wir uns dann für ein anderes Mal auf.

Große Weiten im Süden

Akhalsike

Die Landschaft um uns herum blieb weiterhin weitläufig. Nach einiger Zeit erreichten wir Akhalsike, wo wir für die kommende Etappe einkauften. Schnell fanden wir oberhalb der Stadt einen Zeltplatz mit einem weiten Ausblick, welcher uns die nächste Woche begeleiten sollte.

Georgien Zeltplatz Süden

Fluss Kura

Die nächsten zwei Tage führten uns entlang des Kura-Flusses. Wir wurden aus dem Nichts durch einen kurzen Starkregen überrascht. An einer Tankstelle fanden wir Unterschlupf. Dort spielte ein Welpe mit uns, und für einen Moment konnte man all die Strapazen der Reise vergessen. Leider mussten wir uns bald wieder auf den Weg machen. Betrübt über den Abschied vom kleinen Hund und seiner Mutter setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren weiter durch das immer noch beeindruckende, canyonartige Gelände.

Wardsia

In Warsia angekommen, fanden wir ein Hotel direkt neben der historischen Felsenstadt. Am nächsten Morgen wollten wir uns aufmachen und diese erkunden. Man merkte hier schon, dass man etwas ab von den großen Städten ist. Nachts gab es einen Stromausfall und die Besitzerin kam mit Kerzen entgegen. Wir fanden die Situation und unser kleines „Candle-Light-DInner“ mit Kerzen und Kopflampen sehr amüsant. So tauchten wir also am nächsten Tag in die Höhlenstadt ab. Vardzia ist eine historische Höhlenstadt im Süden Georgiens, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Sie umfasst Höhlenwohnungen, Kirchen und Tunnel und bietet einen spektakulären Blick auf das Kura-Tal. Es ist wirklich Wert, einen Abstecher dorthin zu machen. Sollte man etwas mehr Zeit haben, empfiehlt es sich, einen Guide mitzunehmen. Dann macht das Erkunden vermutlich noch mehr Spaß. Da wir allerdings noch weiter wollten, verzichteten wir darauf.

Georgien Wardsia

Gastfreundlichkeit

Erstmal ging es 500 m wieder aus dem Canyon heraus. Diese brachten wir ohne zu meckern hinter uns. Oben angekommen wurden wir mit einem Regenbogen begrüßt.

Georgien Regenbogen

Auch wenn es in den Dörfern nur einfache Häuser und Kühe gab, fanden wir mit einem viel zu neu wirkenden Spielplatz einen Platz für eine kurze Essenspause. Es dämmerte schon. Das führte auch dazu, dass die Bauern ihre Kühe für die Nacht reinholten. Wir mussten von den Rädern absteigen, weil Kühe uns den Weg versperrten. Mit einer kurzen Handbewegung lud uns ein Bauer einfach so zu sich nach Hause ein. Zusammen mit seinem Sohn und der Familie genossen wir ein traditionelles Abendessen. Mit Hilfe von Google Translate, ein paar deutschen Wörtern und Gesten verständigten wir uns. Sie erzählten uns von der Geschichte der Region, die früher zu Armenien gehörte, und dass hier viele alle Armenisch sprechen. Obwohl sie uns einluden, bei ihnen zu übernachten, entschieden wir uns, weiterzufahren. Wir füllten unsere Wasserflaschen auf und bekamen noch ein paar Gurken und Brot. Wir sollen uns melden, falls wir mal wieder in der Region sind. Vorbei an einer endlosen Reihe von Lkws auf dem Weg nach Armenien fuhren wir mit unseren Rädern durch die stockfinstere Nacht, bis wir Akhalkalaki erreichten.

Levani Pass und Paravani See

Am Morgen fuhren wir nochmal nach Akhalkalaki, um unsere Vorräte aufzustocken. Im Park trafen wir auf ein brasilianisches Radlerpaar, welches wir noch ein paar Mal auf unserer Route nach Tiflis treffen sollten. Die beiden sind von Berlin aus gestartet und hier angekommen. Klein ist die Welt. Leider mussten Sie warten, da ein Automat ihre Bankkarte eingezogen hatte. Gestärkt und voller Motivation machten wir uns auf den Weg über die beeindruckende Hochebene, vorbei am Levani-See in Richtung Paravani-See. Das warme, wunderschöne Wetter begleitete uns. Auf dem Weg begegneten wir nur ein paar Schafen und Kühen. Ein Farmer versuchte mit uns zu sprechen – wahrscheinlich wollte er uns sagen, dass der Weg schwierig ist, wie wir später vermuteten. Für mich wurde es zunehmend anstrengend, während mein Kumpel fitter war. Das Wetter begann sich langsam zu ändern, blieb aber vorerst noch akzeptabel. Aus heiterem Himmel donnerte es und es zog ein Unwetter auf. Nicht, dass es nur stark regnen würde, es fing direkt an zu hageln. Zuerst warteten wir ab. Ich war echt froh, einen Helm auf zu haben. Wir stiegen etwas ab und bauten im Regen unsere Zelte auf. Alles nass, alles dreckig. Nachdem das Gröbste aufgewischt war, verschwanden wir aber schnell in den Schlafsäcken.

Hochebene

Am nächsten Morgen begrüßte uns strahlendes Wetter, doch es war bitterkalt. Während wir frühstückten, genossen wir den Ausblick auf eine Schafsherde, die langsam auf uns zukam. Begleitet wurden sie von einem Rudel wilder Hunde, welche uns auch spannend fand und anbellte. Wir machten Ihnen klar, dass wir nur frühstückten und dann abhauen, was sie akzeptierten und uns dann in Ruhe ließen und irgendwann wieder verschwanden. Allerdings hinterließ diese Begegnung doch ein mulmiges Gefühl.

Georgien Straßenhundgang

Trotz Sonne war es sehr kalt, wir waren immerhin auf über 2000 m. Eingepackt ging es schiebend weiter, denn der Weg führte über Wiesen und Steine steil bergauf. Der Wind wurde stärker, aber der weite Ausblick entschädigte für die Anstrengungen. Irgendwann konnten wir den Levani-See in der Ferne erkennen. Abgesehen von einer riesigen Schafherde und einem Geländewagen wirkte die Umgebung völlig verlassen. Die Überquerung einer Moorlandschaft, die offiziell als »Straße« eingezeichnet war, verlangte uns einiges ab. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit bot sich endlich der erlösende Anblick: Der Beginn der Abfahrt.

Georgien Hochebene
Georgien Im Nichts

In die Enge getrieben

Entspannt und guter Dinge rollten wir bergab, während sich der Blick auf den Paravani-See öffnete. Aus der Ferne hörten wir lautes Bellen, und drei riesige Schäferhunde stürmten auf uns zu – deutlich weniger friedlich als die am Morgen. Schnell stiegen wir ab und schoben unsere Räder vorbei. Ein Kind mit einem riesigen Stock und seinen eigenen Schäferhunden kam uns zu Hilfe und verscheuchte die Angreifer. Erleichtert bedankten wir uns, bevor wir unseren Weg fortsetzten. Kaum hatten wir den „Stall“ hinter uns gelassen, tauchte die nächste Meute auf – diesmal etwa 15 Hunde, darunter zwei besonders aggressive. Während die meisten lediglich neugierig wirkten, machten uns diese beiden das Leben schwer. Wir blieben in Bewegung, hielten die Fahrräder schützend nach außen und schrien laut. Wir blieben in Bewegung, sodass uns die Hunde nicht einkreisen konnten. Schließlich konnten wir die Meute abschütteln, doch kaum aus ihrem Gebiet heraus, begegneten wir schon den nächsten Hunden. So ging es langsam voran. Mit einem großen Stock, den wir sicherheitshalber unter den Lenker klemmten, setzten wir unsere Abfahrt fort. Noch ein- oder zweimal tauchten weitere Hunde auf, doch dieses Mal hatte ein anderer Tourist im Geländewagen ein Auge auf uns. Er drängte die riesigen Schäferhunde von uns weg, sodass wir eine Chance hatten, in Bewegung zu bleiben.. Gemeinsam im kleinen Konvoi fuhren wir weiter bergab. Irgendwann kamen wir doch am Paravani See an. Dieser See ist riesig und liegt auf 2000 m. Eine nette Abwechslung, diesen entspannt zu umfahren. Nach einer Stärkung fanden wir einen Platz etwas oberhalb der Zuglinie, mit einem atemberaubenden Ausblick auf die Hochebene und den See. Der wunderschöne Sonnenuntergang, der uns dort empfing, war die perfekte Entschädigung für die Strapazen der letzten zwei Tage.

Georgien Sonnenuntergang

Das Ende kommt näher – Tsalka

Die Isomatte verlor immer Luft. So wachte, ich wie die letzten Tage auch schon, auf dem Boden auf. Dennoch war das Frühstück sehr entspannt. Irgendwann sahen wir auf der Straße unterhalb unsere brasilianischen Freunde, leicht erkennbar an ihren Fähnchen. Mit guter Laune setzten wir unsere Fahrt in Richtung Tsalka fort. Der Aufstieg zog sich etwas hin, doch schließlich erreichten wir die Passhöhe. Die darauffolgende Abfahrt war ein echtes Highlight: 10 Kilometer lang ging es mit bis zu 90 km/h die Straße hinunter. Auf 1600 Metern war es dann auch wieder drei Kittel wärmer.

Georgien Ende Hochebene

Am Straßenrand trafen wir wieder unsere Freunde, die gerade Mittag aßen. Unser nächster Halt war in Tsalka, wo wir einen Kebab-Stopp einlegten. Die Diamantebrücke anbei war nett anzusehen. Nach all den Ausblicken, die wir schon hatten, entschied ich mich, einen kurzen Nap einzulegen. Ein langer Streckenabschnitt lag noch vor uns. Wir erreichten einen eingezeichneten Campingplatz, wo uns zunächst nur ein Hund begrüßte. Ein richtiger Wachhund. Kurz darauf kamen allerdings wieder die Brasilianer vorbei. Wir quatschten noch kurz, fuhren allerdings noch etwas bergab zur nächsten Wasserstelle. Schließlich fanden wir ein nettes Plätzchen auf einem Hügel, wo wir den Tag beendeten.

Straße nach Tiblisi, zurück in der Zivilisation

Der nächste Tag begann entspannt, mit leichten Abfahrten und Anstiegen. Wir machten einen Stopp, um zu essen, und wurden von einer Horde süßer Streunerhunde begleitet, die etwas abhaben wollten. Plötzlich tauchten noch 10 Welpen aus dem Busch auf und bellten eine Schildkröte an, die gemächlich über die Straße lief. Was für ein süßer Anblick, aber schade um die kleinen Streuner.

Georgien Puppies

Der Verkehr nahm zu, aber die Leute freuten sich, uns zu sehen. Irgendwann bogen wir auf die Hauptstraße nach Tbilisi ab – eine der befahrensten Straßen, die wir je gesehen hatten. Wir werden dennoch ständig von Autos und Lkw überholt. Beim Anstieg gab es zum Glück einen Schotterstreifen, um etwas durchzuatmen. Nach der letzten Senke und dem letzten Anstieg war es fast geschafft. Ein riesiger Stau war vor uns, und wir waren froh, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Nur noch ein paar Kurven, mein Hinterrad hat gehalten – super! Wir waren zuversichtlich und entspannt, bald anzukommen – doch dann, zack, fuhren wir beide über eine Metallschwelle und bekamen auf den letzten Metern einen doppelten Platten. Mein Kumpel konnte seinen Reifen reparieren, aber bei meinem Rad war nichts mehr zu machen. Also liefen wir zu einem McDonalds, stärkten uns, machten uns ein wenig Licht und fingen an, notdürftig zu flicken. Dann ging es durch den nächtlichen Stadtverkehr und Tunnel – Jetzt wollten wir einfach nur noch ankommen. In einem komisch aussehenden Hotel in einem Hinterhof wollten sie uns nicht mal erlauben, unsere Fahrräder reinzunehmen oder auf der Veranda abzustellen. Nein danke! Schließlich fanden wir doch eine Unterkunft. Die Fahrräder wurden im Seminarraum untergebracht. Endlich konnten wir entspannt ausschlafen und die Tour abschließen. Was für ein Abenteuer auf den letzten Metern!

Nach der Tour

Nach der langen Reise entschieden wir uns, die Tour hier zu beenden. In Tbilisi wollten wir die Stadt erkunden und regenerieren. Wir besuchten den Mtatsminda Park, die Friedensbrücke und das Stadtzentrum. Danach ging es mit dem Marschrutka nach Kazbegi. Die Sprinter haben wir schon häufig gesehen, es war jedoch ein ganz anderes Erlebnis, selbst mitzufahren.

Georgien Mashrutka

Unser Reiseführer George war sehr nett und erzählte uns viel über die Region. Georgisches Essen und Honig rundeten das Erlebnis ab. Das Wahrzeichen, die Dreifaltigkeitskirche, bot einen fantastischen Ausblick auf Kazbegi – wirklich beeindruckend! Beim nächsten Mal dann vielleicht mit dem Fahrrad.

Georgien Kasbeg

Batumi

Zum Abschluss wollten wir dann doch noch etwas „Urlaub“ machen. Wir nahmen den Bus nach Batumi. Das Rad war kein Problem – Einfach mitnehmen. Dort trafen wir einen alten Freund, der seit dem Abi in Georgien lebt. Er zeigte uns Churchelka (sehr empfehlenswert als Snack!) und brachte uns in eine kleine Unterkunft an der türkischen Grenze. Es war viel besser als Batumi: Das Meer war klar und ein Bus nach Batumi kostet quasi auch nix. Wir entschieden uns, noch einmal im Zelt zu übernachten, da wir mit dem Fahrrad zurück nach Batumi fahren wollten. Regen, Nässe und natürlich ein Feldweg, auf dem nachts auch Lkw fuhren. Dreckig, genervt und nass krochen wir ein letztes Mal in unser Zelt. In Batumi angekommen, ließen wir die Stadt auf uns wirken und genossen einen Cocktail. Es war ein starker Kontrast zum Land, aber wir waren glücklich, wieder dort zu sein. Schließlich ging es mit dem Zug zurück nach Kutaisi.

Abschied 

Wir verbrachten noch eine letzte Nacht bei Tea und machten uns dann auf den Weg zu Zura, der uns Kühlschrankkartons gab. Einige Stunden später war alles verstaut. Am Morgen brachte uns ein Bolt zum Flughafen bei 30°C und Sonne. Der Flughafenaufenthalt war etwas chaotisch, da wir fast unseren Flug verpassten, weil die Sicherheitskontrolle ewig dauerte. Doch schließlich saßen wir im Flugzeug und machten uns auf den Heimweg. Und wie sollte es anders sein: In Deutschland angekommen, empfingen uns 14°C und Regen. Ich vermisse Georgien jetzt schon.

Georgien Flieger

Es ist wirklich ein einzigartiges Land – von der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen bis hin zur beeindruckenden Natur und der köstlichen Küche. Ich werde sicherlich wiederkommen!

Georgien Zelte im Sonnenuntergang

Traumhafte Ausblicke garantiert...

Georgien Aussicht Nationalpark

An Bergen mangelt es in Georgien sicher nicht!

Georgien Khachapuri

Khachapuri. Ein uns bisher Fremdes Gericht, welches schnell zur Grundnahrung wurde"

Georgien Zeltplatz Wald

Auch wenn es manchmal schwierig war, findet man doch immer ein nettes Plätzchen.

Georgien Ushguli Eingang

Ushguli. Sehr kleines Dorf mit einer Menge an historischen Wachtürmen.

Georgien Aussicht Mestia

Bergblicke, soweit das Auge reicht.

Georgien Sonnenuntergang

Parawani. Im übrigen liegt der See auf 2000m.

Georgien Abfahrt Swanetien

Ein Anblick, der einen großen Teil der Reise geprägt hat.

Georgien Julius Solo

Was gibt es denn dort drüben zu sehen?

Georgien Bagger

Der fährt doch sicher noch!

Georgien im Grünen

Schieben. Manchmal unvermeidbar.

Georgien Erste Spuren

Ab hier ging es 4 Tage aufwärts.

Georgien Strassenhund

In Georgien gibt es viele Strassenhunde. Meist sind diese jedoch sehr zutraulich und entspannt, wie dieser hier.

Georgien Mestia Natur

Mestia. Ein Ausflug zum Gletscher is sehr sehenswert!

Georgien Treuer Begleiter

Ein treuer Begleiter, welcher uns über 14 kM vor "Gefahren" (aka Kühe) aus dem Graben beschützte.

Georgien Zeltplatz Süden

Im Süden gibt es Hochebenen mit vielen Möglichkeiten zum Zelten.

Georgien Wardsia

Wardsia. Alte Höhlenstadt. Einen Abstecher wert!

Georgien Kasbeg

Kasbeg. Im östlichen Kaukasus. Sehr heroisch an diesem Tag.

Georgien Autowelt

In Georgien haben wir am ersten Tag schon alles mögliche an Fahrzeugen gesehen.

Georgien Hochebene

Hochebene. Hier ist wirklich nichts. (Außer natürlich eine eingezeichnete Straße)