
Alter Schwede
886 km
5115 m
11 days
9/3/2021
Unendliche Wälder, unzählige Seen und campen wo immer man auch möchte! Während des Coronajahres 2021 zieht es und in den Norden nach Schweden, wo wir uns auf eine zweiwöchige Tour um den Vänern machen. Und eins soll gesagt sein, unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt!
JuliusWährend der Planungen wurden wir auf den Berglagsleden aufmerksam. Das sieht doch nach was für uns aus! Als der Sommer dann gekommen war, machten wir uns auf den Weg. Insgesamt über 20 Stunden verbrachten wir in Bus und Bahn und Fähre.

Mit Masken und den ganzen Coronaregeln war das alles sehr anstrengend. In Schweden angekommen fühlten wir uns wie Aliens. Hier trug niemand Masken. Auch auf Nachfrage versicherte man uns: "ja das ist hier so". Demnach wurden unsere Masken in den kommenden Wochen zu allerhand anderen Dingen umfunktioniert. (Als gute Deutsche hatten wir diese natürlich en masse dabei.)
Die Anfahrt zum Bergslagsleden gestaltete sich entspannt. Über gut ausgebaute Fahrradwege (ja auch neben Schnellstraßen und Straßen mitten in der Pampa) und Nebenstraßen ging es Richtung Karlstad und weiter zum Traileinstieg. Die Landschaft erinnert an den Schwarzwald und ist keineswegs nur flach!


Und dann ging es los. Der Bergslagsleden ist ein waschechter Wanderweg, welcher fast nur aus feinstem Singletrack besteht. Gut, wenn dieser fahrbar ist. Jedoch legte es uns beide kurz nach dem Einstieg auf den Boden. Manche Sektionen glichen eher einem Springen von Stein zu Stein anstatt einem Trail. Außerdem sollten die tollen Holzbretter nicht unterschätzt werden. Fällt man daneben oder bleibt das Rad zwischen den Planken stecken, sinkt man schonmal 30 cm in den Morast ab und hat als Bonus die nächsten 3 Tage ein natürliches Parfüm am Bein (nicht, dass das irgendjemandem passiert wäre.)

Manche Abschnitte glichen eher einem Wasserlauf anstatt einem Weg. Man sollte das ganze wirklich als technischen Trail betrachten. Wir mit unserem Gepäck hatten einige Mühe uns voran zubewegen. Die kleinen Wanderschutzhütten waren immer mit Holz und anderen Annehmlichkeiten ausgestattet. Aber ein Feuer war auch nötig, um ein bisschen Erlösung von den Mücken zu haben. Außerdem fühlt man sich am knackenden Lagerfeuer direkt etwas heimischer.

Hirschlausfliegen, Mücken und anderes Getier
Eins soll gesagt sein. In Schweden sind viele Fliegetiere unterwegs. Wenn ein Schwede dir sagt: "Dieses Jahr ist es mit den Mücken besonders schlimm", dann ist es wirklich schlimm! Auch wenn wir diese irgendwann akzeptiert haben sind da noch die Knott. Das sind Minifliegen, die noch kleiner als Mücken, allerdings genau so nervig. Und zum Schluss sind da noch die Hirschlausfliegen, von uns netterweise "Zombiefliegen" genannt. Diese setzen sich gerne in die Haare und an jegliche andere Körperstellen und verweilen dort. Sie kratzen die Haut auf und saugen Blut. Sie interessiert es auch nicht, wenn man Ihnen die Flügel ausreist. Wie eine Zecke nur mit Flügeln. Im Sicheren Mesh meines Zeltes, hat es sich aber einigermaßen aushalten lassen. Aber seid gewarnt!
Die Schönheit Schwedens
Die Landschaft Schwedens lässt sich mit Wald und See zusammenfassen.
Atemberaubend blaue Seen soweit das Auge reicht. Wald nach Wald. Selbst im dichtbesiedelten Süden Schwedens gibt es sehr viel "nichts". Sehr beruhige Umgebung. Auf dem Berglagsleden gibt es außerdem ab und zu immer wieder Hinterlassenschaften der Minenära zu entdecken.




Unsere Favorit war eindeutig ein alter Baggersee, welcher etwas versteckt abseits Route lag. Wir ließen es uns nicht nehmen, hier etwas Zeit zu verbringen und diese wunderbaren Orte zu entdecken.
Zu dieser Schönheit verhalf auch das Wetter. Trotz dessen, dass wir schon Anfang September hatten, zeigte sich Schweden von seiner schönsten Seite. Fast jeden Tag (mit Außnahme einen Tages Schwedischen Landregens, welcher uns nach dem Frühstück überraschte) hatten wir strahlenden Sonnenschein bei fast 30°.

Fika und Köttbullar - Schwedischer Lifestyle
Und dann gibt es natürlich ließen wir es uns nicht nehmen eine richtige Schwedische Kaffepause "Fika" zu machen. Mit Kaffee und einer riesigen Kanelbulle ließ es sich doch ganz gut leben. Außerdem darf man sich natürlich richtige Köttbullar entgehen lassen. Wenig mit dem Ikeapendant zu tun waren wir sehr glücklich über diese authentisch Schwedische Erfahrung.

Natürlich bietet Schweden noch viel mehr, aber dieser kurze Einblick sollte hoffentlich genug sein, sich das selbst mal anzuschauen!

Fähre fahren macht Spaß!

Verfahren?

Was für ein Bild?

See im See

Noch war alles schön...

Singletrack ich komme!

Einfach Schweden...

Kurz bevor die Welt unterging.

Kurze Pause machen.

Da mussten wir einfach kurz ein Bild machen!

Solche Hüttchen gibt es mehrfach.

Is the beer from here?!

Wieder zurück.

Unterschätze diese Bretter nicht!

Kurz verweilen.

Ja Schweden ist unendlich weit.

Seen soweit das Auge reicht!

Ja die Wasserfarbe ist wirklich so.

Was für eine rieeeeeesige Zimtschnecke.

Ruinen. Gespenstisch aber cool.

Was da wohl zu sehen gab?